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Was kostet ein Pflegedienst? Leistungen und Finanzierung

Wie ein Pflegedienst abrechnet

Ein ambulanter Pflegedienst rechnet seine Leistungen meist über sogenannte Leistungskomplexe oder nach Zeit ab. Ein Leistungskomplex bündelt zusammengehörende Handgriffe, etwa die Körperpflege am Morgen, und hat einen festen Preis.

Daneben gibt es die hauswirtschaftliche Versorgung wie Einkaufen, Kochen oder Reinigen sowie die reine Betreuung, etwa Gesellschaft und Begleitung zu Terminen. Welche Leistung wie abgerechnet wird, ist je nach Bundesland und Pflegedienst unterschiedlich geregelt.

Die konkreten Preise variieren je nach Region und Anbieter. Die folgenden Werte sind Richtwerte. Ein verbindlicher Kostenvoranschlag wird auf Basis des individuellen Pflegebedarfs erstellt.

Typische Kosten der ambulanten Pflege

Ein einzelner Hausbesuch mit Grundpflege kostet je nach Umfang meist zwischen 25 und 60 Euro. Wird der Pflegedienst mehrmals täglich gebraucht, summiert sich das über den Monat auf mehrere Hundert bis über Tausend Euro.

Die hauswirtschaftliche Versorgung wird oft nach Zeit abgerechnet und liegt bei etwa 30 bis 50 Euro pro Stunde. Betreuungsleistungen bewegen sich in einem ähnlichen Rahmen.

Wie hoch die monatlichen Kosten ausfallen, hängt entscheidend davon ab, wie oft und wie umfangreich der Dienst kommt. Eine einmal tägliche Unterstützung ist deutlich günstiger als eine mehrmalige Versorgung rund um die Uhr.

Was die Pflegekasse übernimmt

Bei einem anerkannten Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse einen großen Teil der Kosten. Für die ambulante Pflege durch einen Dienst gibt es je nach Pflegegrad Pflegesachleistungen, die direkt mit dem Dienst abgerechnet werden. Die Beträge steigen mit dem Pflegegrad an.

Zusätzlich steht jedem Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 1 ein Entlastungsbetrag von monatlich 125 Euro zu, der für Betreuungs- und Entlastungsleistungen genutzt werden kann. Wer Angehörige selbst pflegt, kann statt der Sachleistung auch Pflegegeld beziehen oder beides kombinieren.

Reichen die Leistungen der Pflegekasse nicht aus, zahlt der Pflegebedürftige die Differenz selbst. Bei geringem Einkommen kann das Sozialamt im Rahmen der Hilfe zur Pflege einspringen. Eine Pflegeberatung hilft, die Ansprüche voll auszuschöpfen.

Tipps zur Auswahl des Pflegedienstes

Lassen Sie sich vor Vertragsabschluss einen schriftlichen Kostenvoranschlag geben, der die geplanten Leistungen und den Eigenanteil aufschlüsselt. So sehen Sie genau, was die Pflegekasse trägt und was Sie selbst zahlen.

Achten Sie auf feste Ansprechpartner und eine verlässliche Erreichbarkeit. Gerade in der Pflege ist Vertrauen wichtig, und häufig wechselndes Personal erschwert die Versorgung.

Nutzen Sie die kostenlose Pflegeberatung, auf die Sie einen gesetzlichen Anspruch haben. Sie hilft, den passenden Dienst zu finden und alle Zuschüsse zu beantragen, die Ihnen zustehen.

Preisübersicht

LeistungTypischer Preis
Hausbesuch mit Grundpflege25 bis 60 € je Einsatz
Hauswirtschaftliche Versorgung30 bis 50 € pro Stunde
Betreuungsleistung30 bis 50 € pro Stunde
Entlastungsbetrag ab Pflegegrad 1125 € pro Monat
Pflegesachleistungje nach Pflegegrad gestaffelt

Alle Preise sind Richtwerte und variieren je nach Region und Anbieter. Ein verbindliches Angebot erhalten Sie direkt vom Betrieb.

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