Behandlung mit Rezept
Wer ein Rezept vom Arzt hat, bekommt die Physiotherapie von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Das Rezept legt fest, welche Behandlung in welcher Menge verordnet wird, etwa Krankengymnastik oder manuelle Therapie.
Als gesetzlich Versicherter zahlen Sie eine gesetzliche Zuzahlung. Sie beträgt zehn Prozent der Behandlungskosten plus zehn Euro je Verordnung. Wer von der Zuzahlung befreit ist, etwa wegen Erreichens der Belastungsgrenze, zahlt nichts.
Das Rezept sollte zeitnah eingelöst werden. Verordnungen haben eine begrenzte Gültigkeit, und wer zu lange wartet, muss unter Umständen ein neues Rezept besorgen.
Behandlung ohne Rezept als Selbstzahler
Ohne Rezept zahlen Sie die Behandlung selbst. Eine einzelne Sitzung Krankengymnastik kostet je nach Praxis und Region meist zwischen 30 und 60 Euro. Manuelle Therapie ist oft etwas teurer.
Selbstzahler sind nicht an die Mengenvorgaben eines Rezepts gebunden und können Termine flexibler vereinbaren. Das ist praktisch, wenn Sie über die verordnete Menge hinaus weiterbehandeln möchten.
Die Preise unterscheiden sich je nach Praxis, Qualifikation des Therapeuten und Region. Fragen Sie vorab nach den Kosten pro Sitzung, dann gibt es keine Überraschungen.
Privatpatienten und Zusatzversicherung
Privatversicherte rechnen je nach Tarif direkt mit der Versicherung ab. Wie viel erstattet wird, hängt vom konkreten Vertrag ab. Es lohnt sich, vor Behandlungsbeginn einen Blick in die Tarifbedingungen zu werfen.
Auch gesetzlich Versicherte mit einer ambulanten Zusatzversicherung bekommen Selbstzahlerleistungen oft teilweise erstattet. Heben Sie die Rechnung auf und reichen Sie sie bei der Versicherung ein.
Bei länger laufenden Behandlungen kann eine Quittung über mehrere Sitzungen sinnvoll sein. Klären Sie mit der Praxis, wie die Abrechnung erfolgt und welche Belege Sie für die Erstattung brauchen.
Welche Leistungen es gibt
Die klassische Krankengymnastik bessert Beschwerden des Bewegungsapparats durch gezielte Übungen. Die manuelle Therapie behandelt Gelenke und Muskulatur mit speziellen Handgriffen und setzt eine Zusatzqualifikation voraus.
Die manuelle Lymphdrainage hilft bei Schwellungen und wird oft nach Operationen verordnet. Daneben gibt es Wärmeanwendungen, Massagen und gerätegestützte Therapien, die ergänzend zum Einsatz kommen.
Welche Behandlung sinnvoll ist, entscheidet der Arzt mit der Verordnung oder der Therapeut nach einer Befundaufnahme. Eine gute Praxis erklärt Ihnen, warum eine bestimmte Methode gewählt wird.
Preisübersicht
| Leistung | Typischer Preis |
|---|---|
| Krankengymnastik Selbstzahler | 30 bis 60 € je Sitzung |
| Manuelle Therapie Selbstzahler | 35 bis 70 € je Sitzung |
| Manuelle Lymphdrainage | 30 bis 60 € je Sitzung |
| Hausbesuch Zuschlag | 10 bis 25 € |
| Gesetzliche Zuzahlung mit Rezept | 10 % plus 10 € je Verordnung |
Alle Preise sind Richtwerte und variieren je nach Region und Anbieter. Ein verbindliches Angebot erhalten Sie direkt vom Betrieb.